Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen

 

Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen

Windkraft, Salzkavernen und bereits ansässige Industriebetriebe: Wasserstoff kann in Niedersachsen zur Energiewende beitragen. Dabei hat die Region Nordostniedersachsen das Potenzial, ein Zentrum der norddeutschen Wasserstoffwirtschaft zu werden. Um die Klimaziele zu erreichen, kann Wasserstoff-Technologie den CO2-Ausstoß in den Bereichen Industrie, Wärme, Verkehr und Landwirtschaft senken.

Im Wasserstoffnetzwerk H2.N.O.N arbeiten bereits mehr als 160 Partner gemeinsam an einer klimafreundlicheren Energieversorgung in Nordostniedersachsen. Das Wasserstoffnetzwerk-Nordostniedersachsen ist ein Zusammenschluss der elf Landkreise der Region Lüneburg. Das Regionalmanagement Nordostniedersachsen – Wasserstoffwirtschaft wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

MW/Scheffen

„Niedersachsen verfügt im deutschlandweiten Vergleich über günstige Standortbedingungen für klimaneutrale Energieinfrastruktur, um umfangreiche Wasserstoff-Wertschöpfungsketten im skalierbaren industriellen Maßstab aufzubauen. H2.N.O.N trägt maßgeblich dazu bei, die vorhandenen Kompetenzen in der Region zu vernetzen sowie innovative Projekte und Investitionen zu initiieren. Das Land Niedersachsen unterstützt gerne die erfolgreiche Arbeit des Regionalmanagements für weitere drei Jahre.“

Olaf Lies
Niedersächsischer Ministerpräsident

Warum Wasserstoff im nordöstlichen Niedersachsen und darüber hinaus die Zukunft ist?

Grüner Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien hergestellt wird, ist vollständig kohlenstofffrei. Wird er in Strom umgewandelt, bleibt als einziges Abfallprodukt Wasserdampf. Wasserstoff ist außerdem speicher- und transportierbar. Dadurch wird es möglich, das ganze Potenzial erneuerbarer Energiequellen lokal vor Ort auszuschöpfen. Bereits bestehende Erdgaspipelines oder Kavernenspeicher können zu Wasserstoffleitungen umgewidmet werden. Unser Regionalmanager Dr. Daniel Kipp berichtet im Interview mit der Service- und Beratungsstelle Regionale Industrieinitiativen von den vielfältigen Wasserstoffprojekten, die in Nordostniedersachsen angelaufen oder schon umgesetzt sind. 2022 hat H2.N.O.N den Sonderpreis Regionale Industrieinitiative erhalten.

Die Ziele für Wasserstoff in Nordost-Niedersachsen

Das Wasserstoff-Netzwerk H2.N.O.N vernetzt die Potenziale der Wasserstofftechnologie in der Region, um diese gezielt in den Bereichen Erzeugung, Technologie, Infrakstruktur und Anwendung weiter zu entwickeln. Die H2.N.O.N-Mitglieder profitieren im Netzwerk durch Kompetenzbündelung, Austausch & Know-how-Transfer, Entwicklungskooperationen, Zugang zu Fördermitteln und gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit. So wird das Engagement der Region Nordostniedersachsen im Bereich Grüner Wasserstoff überregional sichtbar.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte beim Neujahrsempfang der IHK Stade 2024 für den Elbe-Weser-Raum, wie wichtig die Arbeit der lokalen Akteure für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ist.

Foto: EU 2020

„Sie sind auf dem besten Weg, die Region zum Powerhouse für erneuerbare Energien zu entwickeln. Mit mehr als 1200 installierten Windrädern. Mehr als 700 Biomasseanlagen. Mehr als 140 Partner in einem beispielhaften Wasserstoffnetzwerk. Mit Projekten wie dem unterirdischen Wasserstoffspeicher hier in Stade, Wasserstoff betriebene Züge bis zur Arbeit von Airbus an Flugzeugen mit Wasserstoffantrieb. Und natürlich das neue LNG-Terminal, das in Rekordzeit entsteht, hier in Stade. Hier entsteht eine Modellregion für die Wasserstoffwirtschaft der Zukunft.“

Ursula von der Leyen
EU-Kommissionspräsidentin

Wasserstoff in Niedersachsen: Die Kompetenzen H2.N.O.N umfassen die gesamte Wertschöpfungskette

Mehr als 160 Unternehmen und Einrichtigungen in Niedersachsen haben sich im Wasserstoffnetzwerk H2.N.O.N zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen in verschiedenen Bereichen zu bündeln:

  • Wasserstoffherstellung aus erneuerbaren Energien (Solar, Windkraft, Biomasse) mittels Elektrolyse
  • Speicherung in vorhandenen Salzkavernen
  • Aufbau einer smarten und dezentralen Wasserstoff-Infrastruktur
  • regionale Nutzungskonzepte für Wasserstoff, um CO2-Emissionen zu verringern

Wasserstoffherstellung durch Elektrolyse

Wasserstoffspeicherung

Dezentrale Wasserstoffinfrastruktur

Nutzungskonzept im Bereich Lastverkehr

Juni 2026

H2.N.O.N wächst auf über 170 Mitglieder aus der Wirtschaft, Forschung und kommunalen Versorgung.

Dezember 2024

Das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen feiert 5-jähriges Jubiläum.

September 2020

Seit dem 1. September 2020 erfolgt die Koordinierung des Wasserstoffnetzwerkes H2.N.O.N über ein vom Land Niedersachsen gefördertes GRW-Regionalmanagement. Auf Basis der bisherigen Arbeitsergebnisse sollen dabei aussichtsreiche Initiativen und Projekte in der Region initiiert, begleitet und weiterentwickelt werden. Im Fokus: Die regionalen Beschäftigungs- und Wachstumspotenziale im Wasserstoffbereich zu identifizieren, mobilisieren und nutzbar zu machen. Nach Europaweiter Ausschreibung wurde ein Beratungskonsortium bestehend aus den Firmen Dieter Meyer Consulting GmbH (MCON) und Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) mit der Umsetzung des Regionalmanagements beauftragt.

Dezember 2019

Mit der HyExperts-Studie: Future Mobility – Lastverkehr mit Grünem Wasserstoff hat die Region das Potenzial für die Umsetzung von emissionsfreiem Verkehr untersucht und dabei Potenziale für Wasserstoffantrieb im Bereich der kommunalen Entsorgungsfahrzeuge, dem Speditionsverkehr und den Bussen des ÖPNV identifiziert. Die Studie dient als Grundlage für zukünftige Investitionsentscheidungen und wurde vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

November 2018

Ab November 2018 konnten im Rahmen des Fördervorhabens „Projektkoordination Wasserstoffwirtschaft“ konkrete Projektansätze für eine Wasserstoffwirtschaft in der Region entlang der Bereiche Herstellung, Speicherung, Transport, Verteilung und Nutzung von Wasserstoff herausgearbeitet werden. Die Umsetzung des Fördervorhabens bis Ende 2019 erfolgte durch das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) im Auftrag der ARTIE – Regionales Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung.

August 2018

Auf dem ersten Wasserstofftag der IHK Elbe-Weser wurden erste Ansätze für die Erprobung und den Ausbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Region diskutiert.

 

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