Visualisierung einer H2-Tankstelle von iStock-Scharfsinn86

 

 

Wasserstoff im Verkehr

Nordostniedersachsen hat mit den Seehäfen, einer starken Logistikwirtschaft und dem Ausbau erneuerbarer Energien verschiedene Potenziale, um mit grünem Wasserstoff den CO2-Ausstoß im Verkehr auf der Straße, der Schiene, zu Wasser und in der Luft zu verringern. Auch das Bundesverkehrsministerium fördert den Ausbau von Tankinfrastruktur und den Einsatz von H2-Lkw.

Auf der Straße – Wasserstoff-Lkw und Busse

© Wolfhard Scheer

Die elf Landkreise im Amtsbezirk Lüneburg haben als die H2.N.O.N-Träger die HyExperts-Studie Future Mobility – Lastverkehr mit Grünem Wasserstoff (Link) erfolgreich abgeschlossen. Das Fazit für Wasserstoff im Schwerlastverkehr zeigt: Der Ansatz „Lastverkehr mit grünem Wasserstoff“ bietet mögliches Umsetzungspotenzial in der Region Nordostniedersachsen. Zum Beispiel in den Bereichen

  • Kommunale Entsorgungsfahrzeuge
  • Speditionsverkehr mit Schwerlast-Lkw
  • Busse des ÖPNV

Im Güterverkehr kann Wasserstoff eine vielversprechende Ergänzung zur batterieelektrischen Mobilität darstelle. Während E- Autos zunehmend etabliert sind, stößt der batterieelektrische Antrieb bei schweren Nutzfahrzeugen, wie Lkw, Müllsammelfahrzeugen und Bussen, an Reichweiten- und Ladezeitgrenzen. Viele Lkw-Motoren lassen sich von Diesel auf Wasserstoffantrieb umrüsten, so dass keine neuen Fahrzeuge beschafft werden müssen. Eine andere Option sind Leasing-Anbieter, die Wasserstoff-Lkw an Speditionen vermieten, die so wiederum ihren Kunden einen grünen Transport ihrer Waren anbieten können. Ein weiterer Vorteil von Wasserstoff-Lkw ist der im Vergleich zu Dieselantrieb geringere Lärm während der Fahrt. Unternehmen und Speditionen testen bereits H2-Lkw im Betrieb.

Als regionales Wasserstoffnetzwerk setzen wir uns dafür ein, Anbieter von H2-Lkw und regionale Speditionen zusammenzubringen.

Einblicke in unsere letzte Veranstaltug für Speditionen

Wasserstoff-Tankstellen in Nordostniedersachsen

Unser Netzwerkpartner Green Fuels hat in Bremerhaven eine Wasserstofftankstelle mit eigener Elektrolyse für die H2-Produktion errichtet. Im Video berichtet Geschäftsführer Andreas Wellbrock von der Umsetzung.

 

Video Green Fuels

Podcast Interview verlinken

 

Auch für Busse ist der Brennstoffzellenantrieb mit Wasserstoff eine klimafreundliche und leise Alternative zu Diesel. Im Vergleich zu rein elektrischen Bussen, haben H2-Busse oft eine längere Reichweite und kürzere Betankungszeit. In Niedersachsen setzen bereits mehrere Verkehrsbetriebe Wasserstoffbusse, deren Anschaffung mit Bundesmitteln gefördert wurde, ein – zum Beispiel in Bremerhaven und Oldenburg.

Zu Wasser – Schiffe mit Wasserstoff-Antrieb in der Nordsee

© Offshore Service GmbH

Statt mit Diesel, können Schiffe auch mit Ammoniak, Methanol und Wasserstoff klimafreundlich angetrieben werden. So hat Wintershall Dea beispielsweise das Versorgungsschiff Coastal Liberty für die Bohrinsel Mittelplate auf Wasserstoffantrieb umgerüstet.

In Bremerhaven soll das Fahrgastschiff Geestemünde II mit einer Methanol-Brennstoffzelle betrieben werden. Und im Projekt NavHyS wird die Nutzung von Flüssigwasserstoff als Treibstoff für See- und Binnenschiffe entwickelt.Auch für den Betrieb der Seehäfen in Hamburg und Bremerhaven ist Wasserstoff ein Baustein zur Energiewende. So wird eine Rangierlok mit Wasserstoffantrieb entwickelt und an Wasserstoffproduktion an den Häfen sowie Infrastruktur für den Import von Wasserstoff errichtet.

Mehr über die Coastal Liberty

In der Luft – In Stade wird Fliegen mit Wasserstoff erforscht

Die ReFuelEU Aviation-Verordnung aus 2023 verpflichtet Flughäfen und Airlines schrittweise auf nachhaltige Kraftstoffe für Flugzeuge umzusteigen. Zu den nachhaltigen Kraftstoffen zählt neben e-Kerosin und biobasierten Treibstoffen auch grüner Wasserstoff. Die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing forschen bereits zu klimafreundlichen Antrieben mit Wasserstoff: Zum Beispiel entwickelt Airbus mit dem Projekt ZEROe (Link) ein Passagierflugzeug, das mit grünem Wasserstoff betrieben wird. Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Tanks im Flugzeug für kryogenen, also sehr niedrigtemperierten, flüssigen Wasserstoff. In Stade forscht das Deutsche Luft-und Raumfahrtzentrum DLR zusammen mit dem Fraunhofer IFAM an Carbonfaserstrukturen für Wasserstofftanks, die in Flugzeugen verbaut werden können.

Mehr zu ZEROe

Im Video erklären Sven Torstrick-von der Lieth vom DLR und Dr. Dirk Niermann vom Fraunhofer IFAM in Stade, worauf es dabei ankommt:

Das Forschungszentrum H2AM in Bremen/Bremerhaven, Stade und Hamburg

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Im Sommer 2025 hat das Bundesverkehrsministerium mit einer Fördersumme von rund 70 Mio. Euro den Start des neuen Entwicklungszentrums für Wasserstoffantriebe in der Schifffahrt und Luftfahrt ermöglicht. Unter dem Namen Hanseatic Hydrogen Center for Aviation and Maritime (H2AM) entstehen Räume mit Anlagen zur Entwicklung Testung von H2-Anwendungen für regionale Unternehmen. An den Standort Stade fließen 24 Mio. Euro an Fördergeldern, um insbesondere Speicher-, Distributions- und Antriebssysteme für die Luft- und Schifffahrt zu entwickeln.

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Button Mehr zum H2AM

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