WWE-Studie sieht Wasserstoffpotenzial zwischen Ems und Elbe
Grafik: Nefino GmbH
Die Regionen zwischen Ems und Elbe verfügen über hervorragende Voraussetzungen, um sich zu einer der führenden Energie- und Wasserstoffregionen Deutschlands zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Wirtschaft.Wandel.Energie. – Wertschöpfung durch die Transformation zwischen Ems und Elbe“, die erstmals die energetischen, wirtschaftlichen und räumlichen Potenziale der Region systematisch analysiert. Erarbeitet wurde die Studie von der Nefino GmbH. Die erste Projektphase bildet die Grundlage für weitere Untersuchungen zu regionaler Wertschöpfung, Beschäftigungseffekten und Transformationspfaden.
Die Studie sieht insbesondere beim Ausbau der Wasserstoffwirtschaft erhebliche Chancen. Die Kombination aus Offshore- und Onshore-Windenergie, leistungsfähiger Strom- und Gasnetzinfrastruktur, Kavernenspeichern sowie Industrie-, Hafen- und Logistikstandorten schafft sehr gute Voraussetzungen für die Erzeugung, Speicherung, den Transport und die Nutzung von grünem Wasserstoff. Gleichzeitig zeigen die Analysen einen strukturellen Stromüberschuss in weiten Teilen der Region, der zusätzliche Potenziale für Elektrolyse eröffnet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Repowering bestehender Windparks: Derzeit sind knapp 10 Gigawatt Onshore-Windleistung installiert, langfristig sehen die Autoren ein Potenzial von rund 46,5 Gigawatt.
Im weiteren Projektverlauf sollen nun die wirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Transformationsszenarien untersucht werden. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Verwaltung abzuleiten und die vorhandenen Energiepotenziale stärker in regionale Wertschöpfung, industrielle Investitionen und Beschäftigung zu überführen.
Die Studie wird von einem breiten Bündnis regionaler Partner getragen. Dazu gehören die Industrie- und Handelskammern Elbe-Weser, Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburg, Ostfriesland und Papenburg sowie Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, der Strategierat Energie Weser-Ems, das Wasserstoffnetzwerk H2.N.O.N., der Landesverband Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen (LEE), Powerhouse Nord e. V., Energieforschungszentrum Niedersachsen efzn, Oldenburger Energiecluster OLEC sowie das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg. Die Studie wurde vom Land Niedersachsen gefördert.